Stellungnahmen und Kommentare

Forum für Menschenrechte: Kritik an der Politik Israels ist nicht per se antisemitisch

JVJP ist Mitglied des Forums für Menschenrechte, einem Zusammenschluss von zehn Nichtregierungsorganisationen. Das Forum setzt sich für einen menschenrechtsbasierten Ansatz im Nahostkonflikt ein. Das Forum für Menschenrechte hat ein Positionspapier zur IHRA-Antisemitismus-Definition verfasst: KRITIK AN DER israelischen POLITIK IST NICHT PER SE ANTISEMITISCH.

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«IHRA-Definition zum Antisemitismus vermischt Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus»


Die Schweiz wird von EU und der israelischen Regierung gedrängt, die DEFINITION ZUM ANTISEMITISMUS der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) anzuerkennen. JVJP hat dazu eine detaillierte ANALYSE SAMT APPELL verfasst. Die Schweiz muss gegen jeglichen Antisemitismus als Feindschaft und Hass gegen jüdische Menschen, weil sie jüdisch sind, aktiv vorgehen. Zudem muss sie den zivilgesellschaftlichen Raum verteidigen. Auch gegen Versuche via die fragwürdige IHRA-Definition missliebige aber legitime Kritik an der israelischen Politik als antisemitisch zu delegitimieren und letztlich zu verunmöglichen.
 

«JVJP zu BDS»

Angesichts von 60 Jahren Nakba, 42 Jahren Besatzung, der sehr viele zivile Opfer bewusst in Kauf nehmenden Kriegesführung gegen Gaza und der anhaltenden unhaltbaren Blockade gegen Gaza ist internationaler Druck für einen gerechten und dauerhaften Frieden nötig. Wir begrüssen deshalb den gewaltfreien palästinensischen Widerstand gegen die Besatzung mit der breiten und offenen BDS-Plattform. Die BDS-Plattform wurde von der palästinensischen Zivilgesellschaft von 2005 entwickelt und richtet sich explizit auch an israelische GegnerInnen der Besatzung. Unsere Unterstützung unterstreicht auch unsere Glaubwürdigkeit als jüdische Friedenskräfte gegenüber den von Israel unterdrückten PalästinenserInnen. 

Gleichzeitig möchten wir festhalten, dass wir uns einem allgemeinen Boykott von Israel nicht anschliessen, sondern ausschliesslich die Besatzung boykottieren wollen. Wir sehen zudem einen Schwerpunkt darin alsjüdische Organisation die Verwendung von Spendengeldern, die von Schweizer Juden und Jüdinnen nach Israel fliessen, zu untersuchen.

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Solidarität mit der jüdischen Stimme in Deutschland

Um die Übergabe des Göttinger Friedenspreises 2019 an die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, BRD zu behindern und die Beteiligten einzuschüchtern, verweigerten die Behörden für die Preis-Verleihung alle Räumlichkeiten der Universität und der Stadt. Als jvjp.ch solidarisierten wir uns mit der Jüdischen Stimme in Deutschland mit einer öffentlichen Erklärung und begrüssten sehr, dass die Verleihung trotzdem am 9.3. in Göttingen stattfand. Hier ist das Video der Preisverleihung abrufbar.