Artikel und Berichte

Fremd im eigenen Land

Die palästinensischen Autorin Fida Jiryis hat soeben ihre Familiengeschichte: «Stranger in my own land» veröffentlicht. Die Familie stammt aus dem Dorf Fassouta in Galiläa. Fida hat ihre ersten Jahre in Libanon, ihre Jugendzeit in Zypern verbracht. Ihr Vater Sabri Jiryis (Autor von «Arabs in Israel») war persönlicher Berater von Yassir Arafat. Mit dem Oslo-Abkommen erhielt die Familie die Erlaubnis, nach Israel zurückzukehren. Ein Gespräch vom 27. September zur Lancierung des Buchs beim Lighthouse Bookshop und ein kurzer Vorabdruck aus dem Guardian.

Für ein demokratisches Land

"Israel hat ein Recht zu existieren - aber nicht sein politisches System“ - schreibt der New York-Times Kolumnist Peter Beinart. Damit antwortet er auch seinen Kritikern, die ihn u.a. als „selbsthassender Jude“ verunglimpfen. Freie Wahlen und Gleichheit vor dem Gesetz sind ein Minimalstandard für alle Länder, z.B. für Myanmar, Kuba oder Nord Korea - und selbstverständlich auch für Israel.

Israels Apartheid verurteilen

Alon Liel und Ilan Baruch sind beides ehemalige Botschafter Israels in Südafrika. Vom ökumenischen Rat der Kirchen fordern sie die Verurteilung der israselischen Apartheid, im Sinne der israelischen Menschenrechtsorganisation Bezelem.

Endet die Besatzung!

Gershon Baskin schreibt seit vielen Jahren gegen die Besatzung an. Verhandlungen mit der palästinensischen Seite und ein Ende des gegenwärtigen Zustands sind dringlich, die Situation ist brandgefährlich.

Wohin ist Israels Linke verschwunden?

Einst war die Arbeiterpartei staatstragend - jetzt müssen deren Nachkommen froh sein, wenn sie bei den anstehenden Parlamentswahlen zusammen mit der linkliberalen Meretz Partei noch 13 Sitze halten können. Was geht hier vor? Eine Analyse der britischen Organisation jfjfp (Jews for Justice for Palestinians).

Krieg in Gaza

"Der Rucksack ist in Gaza zum Symbol geworden für den Krieg. Er er ennthält den Pass, Universitätsabschlüsse, die Krankenversicherung. Mit dem Rucksack baust du dir eine neue Identität auf, wenn die Flugwaffe dein Heim und deinen Besitz zerstört hat.“ Schreibt ein junger Journalist aus Gaza. Bericht aus dem israelischen 972mag.com.

Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem zur Ermordung der Journalistin Shireen Abu Akleh

Hat das israelische Armee die Journalistin Shireen Abu Akleh umgebracht oder kam die Kugel von anderer Seite? Eine Untersuchung durch die US-Behörden ergab, dass die Kugel zu stark beschädigt sei, um eine definitive Aussage zu machen, dass es aber sehr wahrscheinlich ist, dass Israel für ihren Tod verantwortlich ist.

Agnès Callamard, General­sekretärin von Amnesty International zur Israelischen Apartheid und dem Antisemitismus-Vorwurf an AI

Weil die israelische Regierung und ihre Verbündeten Antisemitismus instrumentalisieren. Sie suggerieren, dass wir Antisemiten seien, weil wir Israel kritisieren. Sie will Kritiker zum Schweigen bringen. Das trägt aber nichts zum Kampf gegen Antisemitismus bei. Stattdessen werden Individuen und Menschenrechts­gruppen attackiert und verleumdet, die ihr Leben damit verbracht haben, alle Formen von Rassismus und Antisemitismus zu bekämpfen.

Kommentar zur Documenta von Eva Menasse

Erregte Antisemitismusdebatte wegen der Documenta. Gastkommentar von Eva Menasse im Spiegel.

Starke Zunahme von Siedlungen im besetzten Westjordanland

Die Zahl kleiner jüdischer Siedlungen im besetzten Westjordanland hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Siedler halten Schafe oder Ziegen und beanspruchen ausgedehntes Weideland, das bis anhin von palästinensischen Hirten genutzt wurde.

Porträt des Musikers und Gaza-Flotilla Aktivisten Dror Feiler

Porträt des Musikers und Gaza-Flotilla Aktivisten Dror Feiler und Gespräch mit ihm aus Haaretz. Dror Feiler lebt in Schweden, er ist in Israel im Kibbuz Yad Hana aufgewachsen, als Sohn von Pnina und Eliezer Feiler, die sich jahrzehntelang für Frieden und Gerechtigkeit engagierten.